Zwei-Personen-Haushalt
Wie groß sollte ein Batteriespeicher für einen Zwei-Personen-Haushalt sein?
Für einen Zwei-Personen-Haushalt gibt es keine allgemein richtige kWh-Zahl. Entscheidend sind der gemessene Verbrauchsverlauf und die Menge des regelmäßig verfügbaren PV-Überschusses.
Gleiche Personenzahl, anderer Speicherbedarf
Ein berufstätiges Paar mit leerem Haus am Tag speist möglicherweise viel Solarstrom ein und benötigt abends Energie. Bei Homeoffice entsteht mehr Direktverbrauch, sodass weniger Überschuss für den Speicher bleibt. Ein E-Auto oder eine Wärmepumpe kann den Bedarf stark verändern, abhängig von Laufzeit und Steuerung.
Diese Daten sollten einfließen
- Verbrauch eines vollständigen Jahres, möglichst in 15-Minuten-Werten
- Grundlast sowie Abend- und Nachtverbrauch
- PV-Leistung, Ausrichtung und standortbezogener Ertrag
- nutzbare Kapazität, Leistung und Wirkungsgrad des Speichers
- konkret geplante zusätzliche Verbraucher
- Strompreis, Einspeisevergütung und Investitionskosten
Mehrere Größen vergleichen
Statt eine pauschale Speichergröße aus der Personenzahl abzuleiten, sollten mehrere Kapazitäten über ein Jahr simuliert werden. Die Ergebnisse zeigen, wie stark jede Stufe Netzbezug, Autarkie und Kosten verändert. So lässt sich eine wirtschaftliche Lösung von einer auf maximale Unabhängigkeit optimierten Variante unterscheiden.