Speicher dimensionieren
Die optimale Größe eines PV-Speichers berechnen
Eine gute Dimensionierung stimmt nutzbare Kapazität und Leistung auf den tatsächlichen PV-Überschuss sowie den späteren Strombedarf ab. Ein pauschales Verhältnis zwischen kWp und kWh kann dafür nur eine erste Orientierung liefern.
Was bedeutet „optimal“?
Optimal ist ein Speicher nur in Bezug auf ein festgelegtes Ziel. Für eine kurze Amortisationszeit kann eine kleinere Batterie sinnvoll sein. Wer möglichst wenig Netzstrom beziehen möchte, akzeptiert möglicherweise eine größere Kapazität mit geringerer zusätzlicher Rendite. Auch ein festes Investitionsbudget verändert die Empfehlung.
Eine belastbare Berechnung vergleicht deshalb mehrere Kombinationen aus PV-Leistung und Speichergröße über ein vollständiges Jahr. Sie bilanziert in jedem Zeitintervall Direktverbrauch, Ladung, Entladung, Netzbezug und Einspeisung.
Welche Daten verbessern das Ergebnis?
Am aussagekräftigsten sind Verbrauchswerte eines vollständigen Jahres in 15-Minuten-Auflösung. Fehlen solche Daten, kann ein passendes Standardlastprofil als Näherung dienen. Zusätzlich werden standortbezogene PV-Erträge, Dachausrichtung, Strompreis, Einspeisevergütung sowie Kosten und technische Eigenschaften der betrachteten Systeme benötigt.